| Physik in der Schweiz - alles andere als neutral |
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22.05.07, Wandertag - eine Exkursion zum naturwissenschaftlichen Museum, Technorama in Winterthur, Schweiz. über das Museum … Der Aufbau des Museums strukturiert sich streng nach dem Themengebiet der jeweiligen Exponate. Im Erdgeschoss wird das Thema Elektromagnetismus, Schwingungen sowie Mechanik behandelt. Das nächste Geschoss widmet sich ganz der Mathematik, der Natur, sowie der Wahrnehmung. Ein weiterer Treppenaufstieg zu dünneren Luftschichten erlaubt einem verschiedene Spielereien auf wissenschaftlicher Basis. Die Besonderheit des Technoramas liegt in der Darbietung des behandelten Themengebietes. So werden naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten selten einfach nur schriftlich erklärt, sondern durch selbst durchführbare Experimente veranschaulicht, diese gestalten sich so einfach wie verblüffend. Lediglich im Ausstellungsbereich zur Teilchenphysik wird auch auf Textverständnis gesetzt, jedoch sind diese Texte verständlich, aber auch inhaltlich umfassend formuliert. Der Besuch des Museums verlief im Großen und Ganzen -etagentechnisch- von unten nach oben, wobei selbst bei 6 Stunden Aufenthalt nicht genügend Zeit zur Verfügung stand. Die meiste Zeit wurde innerhalb der letzten Etage und mit Spielereien wie Mindball, ein Spiel, bei dem es das Ziel ist, möglichst wenig zu denken, verbracht. Ein weiteres interessantes Gebiet befasst sich mit Rätseln der räumlichen Anordnung. Logikrätsel von verschiedenen Schwierigkeitsgraden bieten nahezu unbegrenzte Unterhaltung. Wem das immer noch nicht genug ist, kann sich komplexere Experimente vom Museumspersonal zeigen lassen (z. B. das Rastertunnelmikroskop), welche deutlich verblüffender sind, aber dennoch verständlich gemacht werden (inhaltlich zumindest, sprachlich kann es zu einigen Barrieren kommen). Bei Experimenten gestaltet sich der Aufbau der schriftlichen Information immer nach demselben Schema. So werden einfache Anweisungen zum Versuch unter dem Begriff "Was ist zu tun?" gegeben, einige erste Anhaltspunkte zum Ergebnis werden unter "Was ist zu beobachten?" erläutert und die zugrunde liegenden, naturwissenschaftlichen Gesetze unter "Warum ist das so?" beschrieben. Für besonders Interessierte gibt es zudem eine "Mathematische Vertiefung" (gewöhnlich auf der Rückseite des Experimentsbeschreibungsblattes um einer möglichen Abschreckung vorzubeugen). Meistens wurde "Was ist zu tun?" übersprungen und einfach ausprobiert, was dem Ergebnis jedoch keinen Abbruch tat. Im Gegenteil, es wurde viel mehr die eigene Erfahrung geprägt, die eigentliche Idee des Museums. Die gewaltige Vielfalt machte das Museum zudem für wirklich jede Person interessant. Sämtliche Angst-Vorstellungen vor alternativem Physikunterricht wurden schlagartig weggeblasen. Selbst Personen, die sich strikt weigern mit einfachsten Mitteln mehr über die Welt zu erfahren, in der sie leben, kommen mindestens bei den naturwissenschaftlichen Spielereien auf ihre Kosten. Ahmet Sarikoz / Stefan Papastefanou (A. Krahn) |
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