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WHG - Abrahamschule 2011Das WHG ist von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Sektion Rhein-Neckar e.V., zusammen mit dem Ursulinengymnasium Mannheim, zum „Träger des Abraham-Pokals 2011“ ernannt worden. Die jeweiligen Preisträger verpflichten sich für die nächsten zwölf Monate, im Unterricht sowie in außer-unterrichtlichen Projekten die christlich- jüdische Aussöhnung und Zusammenarbeit in den besonderen Focus zu stellen und zu intensivieren und darüber hinaus für ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander der Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Nationen einzutreten. Als eines von drei rheinland-pfälzischen Gymnasien mit islamischem Religions-unterricht möchte das WHG seine Planungen dabei um die dritte abrahamitische Religion, den Islam, erweitern und so den interreligiösen Dialog fördern.
Überreichung des Abraham-Pokals am 13.03.2011 Aktivitäten rund um den Abrahampokal
„Ohne die Guten säße ich heute nicht hier“ Zeitzeugen-Gespräch des ehemaligen jüdischen Zwangsarbeiters Walter Wassermann mit Schülerinnen und Schülern des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums Es herrscht eine ungewöhnliche Stille in der Aula des WHG als der 87 jährige Walter Wassermann nach gut 90 Minuten, in denen er den etwa 150 Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe Fragen über seine schwere Zeit als jüdischer Zwangsarbeiter in Mannheim beantwortet hat, das Mikrofon aus der Hand legt. Jahrzehntelang hatte der gebürtige Mannheimer nicht über seine schrecklichen Erfahrungen unter dem Terror des Dritten Reiches gesprochen und erst vor kurzer Zeit sein Schweigen gebrochen. Trotz des ernsten Themas aber fand Wassermann - nicht zuletzt durch seine im Mannhemmer Dialekt vorgetragenen Berichte und seine sympathische und optimistische Art – einen guten Zugang zu seinen jugendlichen Zuhörer. „Er fand sofort einen Draht zu den meisten von uns und wir klebten förmlich an seinen Lippen“ so das Resümée der beiden Schüler Rudolf und Philipp aus der 10c. Wassermann war 16 Jahre alt – wie die vor ihm sitzenden Schülerinnen und Schüler – als er, der Ur- Mannheimer, 1940 mit seiner katholischen, aber zum Judentum konvertierten Mutter, die in zweiter Ehe mit einem Berliner Juden verheiratet war, in seine Heimatstadt Mannheim zurückkehrt. Als Kind aus einer so genannten „Mischehe“ bleibt ihm das Schicksal seiner Großeltern, die bereits ins KZ Gurs deportiert worden waren und später in Auschwitz ermordet wurden, erspart. Aber er durchlebt als jüdischer Zwangsarbeit in verschiedenen Mannheimer Betrieben eine Jugend, die durch aufreibende Knochenarbeit, unmenschliche Behandlung, Terror, zermürbende Angst und quälenden Hunger gekennzeichnet ist. Er weiß von Entrechtung und Verfolgung, von Prügelstrafen zu berichten, aber auch vom Verbot als Jude Schwimmbäder, Arztpraxen oder Luftschutzbunker zu betreten, immer die Todesangst im Nacken. Noch Anfang 1945 wird er nach Theresienstadt deportiert. Aber als einer der wenigen Mannheimer Juden, die den Nationalsozialismus überlebten, berichtet Wassermann auch von den Mitmenschen, die sich trotz der Lebensbedingungen und Zwänge einer Diktatur sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben: die katholischen Verwandten, bei denen er in den Quadraten überlebte, der Chef, der dem entkräfteten Jugendlichen, leichtere Arbeit zuteilt als 50- Kilo- Zementsäcke zu schleppen, ein anderer, der ihm Kleidung gibt, die den Judenstern verdecken sollen. „Ohne die Guten, säße ich heute nicht hier“ wiederholt Wassermann immer wieder und das ist, es, was auch die Schülerin Isabelle beeindruckt hat. “Es ist ein großer Unterschied, ob man den Nationalsozialismus nur im Unterricht durchnimmt bzw. darüber liest, oder ob ein Zeuge dieser Zeit aus seinen eigenen Erfahrungen darüber berichten kann. Ich fand es auch faszinierend, dass der Mann trotz allem, was er schon erlebt hat, soviel Lebensfreude besitzt. Es ist auch wichtig zu wissen, dass nicht alle Menschen zu dieser Zeit schlecht waren, sondern dass es auch andere gab, die trotz der Gefahr geholfen haben“. Und eine andere Schülerin aus der Parallelklasse: „Ich denke einen Zeitzeugen befragen zu können, ist informativer als jede Geschichtsstunde“. Andreas Klaes
Zeitzeugen-Gespräch der 10. und 11.Klassen in der Aula des WHG
Walter Wassermann, ehemaliger Zwangsarbeiter, im Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium
Theaterbesuch der 9. Klassen Im Rahmen des Deutschunterrichts besuchten am 12. Mai 2011 insgesamt 82 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufen in Begleitung von Frau Vollmer-Kaas, Frau Mattern und Herrn Kupfer die Theateraufführung des Stückes „Anne und Zef“ des niederländischen Autors Ad de Bont im Schnawwl-Theater Mannheim. Anhand der Schicksale zweier Heranwachsender (Anne Frank und Zef Bunga, ein albanischer Jugendlicher), die ihre Jugend im Versteck verbringen müssen, werden Fragen nach äußerer und innerer Freiheit aufgeworfen. Das Stück ist für Jugendliche geschrieben und inszeniert und wurde mit dem niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis ausgezeichnet. Die Idee zu diesem Theaterbesuch entstand im Zusammenhang mit der Verleihung des Abraham- Pokals durch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar an das Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium im März 2011. Durch verschiedene Projekte soll die christlich-jüdische-islamische Verständigung gefördert werden. Katrin Vollmer-Kaas
Fahrradexkursion nach Worms Dass das Thema „Raumplanung“ kein trockenes Unterrichtsthema sein muss, wenn ausserschulische Lernorte in die Unterrichtsgestaltung miteinbezogen werden, zeigte die von Herrn Glindemann und von Frau Riedl im Rahmen des Erdkundeunterrichts durchgeführte ganztägige Fahrradexkursion der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c nach Worms. Neben stadtplanerischen Projekten, wie z.B. die Umgestaltung der ehemaligen amerikanischen „Thomas- Jefferson-Village“, erkundeten die Jugendlichen aber auch im Rahmen des Abraham-Pokal- Jahres den Jüdischen Friedhof und Teile des ehemaligen Judenviertels der Stadt Worms.
Jens-Peter Glindemann
Die handlungs- und produktionsorientierte Erschließung eines Jugendromans im Deutschunterricht als Beitrag zur Werteerziehung Als Klasse der diesjährigen Abraham-Schule behandelt die 7b den Jugendroman „Lauf, Junge, lauf“ von Uri Orlev. Der Roman ist aufgrund seiner Erzählstruktur leicht zugänglich, verbreitet keinen Pessimismus und hat dennoch die Folgen des Zweiten Weltkriegs für die jüdische Bevölkerung Polens zum Thema. Die Hauptfigur des Romans ist der achtjährige Srulik, der aus dem Warschauer Ghetto flieht und bis zum Kriegsende auf sich allein gestellt ist. In einer Aneinanderreihung von Episoden erlebt er Hilfsbereitschaft, Respekt, und Zuneigung aber auch Verrat, Unmenschlichkeit und die ständig drohende Gefahr der Entdeckung. Ausgewählte Episoden des Romans bieten sich für den handlungs- und produktionsorientierten Zugang an. Die Schüler werden sich durch szenische Verfahren und kreative Aufträge der Bedeutung des Romans bewusst. Durch Raum für Diskussionen zur Thematik können die Schüler ihre Gefühle und Bewertungen äußern, so dass ein Wertebewusstsein geschaffen wird, das sich leicht auf die heutige Zeit übertragen lässt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache eignet sich die Behandlung von Uri Orlevs Jugendroman als Beitrag zum Abraham - Pokal.
Anja Scheller
Lehrerfortbildung in Israel Frau Kuthe hat während der Sommerferien in der Zeit vom 28.7. bis 4.8.2011 an einer Lehrerfortbildung zum Thema „Holocaust und Pädagogik“ an der International School for Holocaust Studies/ Yad Vashem in Jerusalem teilgenommen. Schwerpunkte dieser Fortbildung waren zwei Fragestellungen:
Zur Zeit vermittelt Frau Kuthe ihre gewonnenen Einblick Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufe 10 und 12 im Fach Evangelische Religion. Dabei werden in arbeitsteiligen Gruppen anhand von Fotos und Autobiographien das Leben und der Werdegang von deutschen Juden vor 1933 und nach 1945 erarbeitet. L. Kuthe
Beiträge im Lateinunterricht zum Abraham-Pokal Die Zerstörung des Tempels von Jerusalem
Die Lateinschüler der 10. Klassen haben sich mit einem lateinischen Text zur Eroberung Jerusalems von Josephus Flavus, einem jüdischen Geschichtsschreiber am Hofe des Kaisers, beschäftigt und sich mit den Darstellungen auf dem Titusbogen auseinandergesetzt. Cicero gegen Verres im Spiegel des Abraham-Pokals A. Stöckl
Besuch des Jüdischen Museums Berlin mit einer mobilen Ausstellung und Workshops zur deutsch-jüdische Geschichte im WHG
Die Bewerbung unserer Schule im Rahmen der mobilen Bildungsinitiative des Jüdischen Museum Berlin „on tour. Das JMB macht Schule“ war erfolgreich. Als eine von fünf rheinland-pfälzischen Schulen besuchte das Jüdische Museum Berlin am 6. September das WHG mit einer mobilen Ausstellung und verschiedenen Workshops. Das Jüdische Museum lud vor Ort zum Dialog über deutsch-jüdische Geschichte ein und vermittelte jüdische Traditionen auf eindrückliche Weise und an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert. Für jeweils zwei Schulstunden besuchten die Klassen 6a, 6b und 6c gemeinsam mit ihren Religions- und Ethiklehrern unter Leitung der Berliner Guides die mobile Ausstellung mit robusten und für die Schülerinnen und Schüler attraktiv gestalteten Ausstellungselementen in roten Würfeln. Den Berliner Museumspädagogen kam es dabei schwerpunktmäßig darauf an, das lebendige Judentum transparent zu machen und nicht nur auf die dunklen Jahre des Nationalsozialismus zu reduzieren. Neben Phänomen jüdischen religiösen Lebens, lernten die Schülerinnen und Schüler aber auch Persönlichkeiten kennen wie Levi Strauss, der Erfinder der Jeans, oder Fromm, der Erfinder des nahtlosen Kondoms. Im Workshop zu jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 „So einfach war das“ erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler der Geschichts- und Religionskurse der MSS 12 und 13 in Gruppenarbeit mit Hilfe von iPods, Fotos und Arbeitsbögen verschiedene jüdische Biographien. A.Klaes Fotos: A. Mandzel
Eric-Emmanuel Schmitt: M. Ibrahim et les fleurs du coran Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran Moses bzw. Moïse ist ein kleiner Junge jüdischer Herkunft, der allein mit seinem Vater in der Rue Bleue in Paris lebt. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater ist kühl, distanziert und kümmert sich kaum um seinen Sohn. Moses’ tägliche Anlaufstelle ist der Lebensmittelladen von Monsieur Ibrahim, der sich allmählich zu seiner wichtigsten Bezugsperson entwickelt. Anfangs wechseln beide nur wenige Worte, doch nach und nach entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden, und sie führen tiefsinnige Gespräche über das Leben und die Welt. Monsieur Ibrahim kennt das Geheimnis des Glücks und zeigt Momo, wie er ihn nennt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Er stärkt das Selbstbewusstsein des Jungen, hilft ihm bei verschiedenen Problemen und Erfahrungen und gibt ihm viele Lebensweisheiten mit auf den Weg. Als Momos Vater verschwindet und sich das Leben nimmt, adoptiert er seinen Schützling und begibt sich mit ihm auf eine Reise in seine Heimat. Das Theaterstück spricht Jugendliche auf vielfältige Weise an: Die Themen Jugend, Pubertät und Erwachsenwerden bieten viele Identifikationsmöglichkeiten. Es können anhand der Lektüre eigene Bedürfnisse oder Konflikte wie die Vater-Sohn-Beziehung, Sehnsüchte, Identitätsfindung und generations- und kulturübergreifende Freundschaften behandelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem interkulturellen Lernen. Monsieur Ibrahim „kennt seinen Koran“ und gibt Momo Anstöße, sich mit seiner eigenen Religion, dem Judentum, zu beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die verbindenden Elemente der Religionen und Kulturen untereinander erkennen, sich aber auch mit den Vorurteilen anderen Kulturen und Religionen gegenüber auseinander setzen und ein Bild der Toleranz entwickeln. Jeannette Fischer-Kuhn
Synagogenbesuch der ev. Klassen 7a / b in Mannheim
Einen gebührenden Abschluss der Unterrichtsreihe „Auseinandersetzung mit dem Judentum“ stellte der Besuch der Synagoge in Mannheim am 27.09.2011 der evangelischen Klassen 7a und b zusammen mit Frau Stein und Herrn Lau da. Eine Vertreterin der jüdischen Gemeinde in Mannheim empfing den Religionskurs sehr freundlich im Herzen der Stadt Mannheim. Direkt an der „Meile der Religionen“ gelegen ist das Jüdische Gemeindezentrum mit der wunderschönen Synagoge der Mittelpunkt des jüdischen Lebens der Stadt. Über den zweiten Torbogen (siehe Foto) betraten die Schüler das Gemeindezentrum. Dort steht in hebräischer Schrift eine Bibelstelle des Propheten Jesajas geschrieben: „Mein Haus soll ein Haus des Gebets für alle Völker sein!”. Ursprünglich war damit der Tempel in Jerusalem gemeint. Heute sind die Synagogen die "Nachfolgeinstitutionen" des Tempels und empfangen deswegen regelmäßig Andersgläubige und Interessierte aus aller Welt. Große Begeisterung empfanden die Schüler, als die jungen Männer dazu aufgefordert wurden, die typische jüdische Kopfbedeckung, die Kippa, aufzusetzen. Ein Schüler wusste auch gleich die Bedeutung des „Käppchen“: „Die Kippa erinnert daran, dass es jemanden gibt, der über einen steht. Hier in der Synagoge glaubt man an die Anwesenheit Gottes und aus Ehrfurcht trägt man die Kippa.“ Im Inneren der Synagoge hörten die Schüler dann interessiert den Ausführungen der Gemeindevertretein zu und hatten Gelegenheit, die im Unterricht entstandenen Fragen zu stellen. Höhepunkt der Synagogenführung war der Gang zum Toraschrein und die Sichtung des wertvollsten Besitzes der Gemeinde, die Tora-Rollen. Aufgrund des jüdischen Neujahrfestes, welches kurz bevor stand, waren die Tora-Rollen in diesen Tagen weiß gekleidet und mit goldenen Buchstaben bestickt. Mit der Sichtung der Tora-Rollen endete auch die Führung in der Synagoge und die Schüler verließen gut gelaunt das Jüdische Gemeindezentrum. Stephanie Stein
Wissenschaftliche Exkursion des Lehrerkollegiums „Jüdisches Worms“ Wer auch immer sich intensiv mit jüdischer Kultur und Tradition in Europa auseinandersetzt, kommt nicht umhin auch unsere Nachbarstadt „Wormaisa“ zu besuchen, so der hebräische Name der Stadt Worms, birgt sie doch einzigartige jüdische Zeugnisse aus zehn Jahrhunderten, die zu dem Ehrentitel „Worms = Klein-Jerusalem“ beigetragen habe und die in der jüdische Welt bis heute zu einer erheblichen Ausstrahlung und großen Bekanntheit von Worms beigetragen haben. In Worms bestand in der Zeit von etwa 1000 n.Chr., als jüdische Händler, Kaufleute und Vertriebene aus Südwesteuropa nach Worms kamen, bis in die dunklen Jahre der NS- Diktatur kontinuierlich eine bedeutende jüdische Gemeinde.
Im Rahmen der Aktivitäten als diesjähriger Trägerschule des „Abrahampokals“ besuchten daher circa 60 Kolleginnen und Kollegen der WHG die jüdische Synagoge, das Raschihaus und den jüdischen Friedhof in Worms. Andreas Klaes
Projekttag in der Gedenkstätte KZ Osthofen Am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 machte der Leistungskurs Geschichte der MSS 13 von der Möglichkeit Gebrauch, im NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz Gedenkstätte KZ Osthofen, einen Projekttag durchzuführen. Das Thema Nationalsozialismus bildet einen wichtigen Schwerpunkt im Lehrplan Geschichte. In Osthofen wird diese Geschichte greifbar, denn nur wenige Kilometer von Edigheim entfernt liegt der Ort, wo von März 1933 bis September 1934 ein Lager für politische Gegner des NS-Regimes eingerichtet war.
Nach der Begrüßung durch Frau Ruppert-Kelly und einem Einführungsgespräch mit Herrn Hörnig, in dem die Schüler selbst Fragen stellen konnten, besichtigten wir bei einem gemeinsamen Rundgang das Außengelände der Gedenkstätte. Anschließend besuchten wir die Dauerausstellung, die neben allgemeinen Informationen vor allem die Pfalz zur Zeit des Nationalsozialismus behandelt. Gerade dieser regionale Bezug macht die Ausstellung so interessant, erfährt man doch, was in der Umgebung von Ludwigshafen geschah. Danach konnten sich die Schüler ein Thema für ihre vertiefende Arbeit aussuchen und dieses dann in Kleingruppen anhand von verschiedenen Materialien sowie der Ausstellung erarbeiten. Die einzelnen Gruppen beschäftigten sich mit folgenden Themen:
Im Dokumentationszentrum gibt es genug Möglichkeiten zur Information sowie Raum für die einzelnen Gruppen, um die Themen zu erarbeiten. Angenehm war es natürlich auch, die Mittagspause gemeinsam in einer nahe gelegenen Pizzeria zu verbringen. Danach wurde die Arbeit jedoch fortgesetzt und das Ergebnis der einzelnen Gruppen schließlich präsentiert. In einer Schlussrunde lobten viele Schüler das Angebot des Projekttags am außerschulischen Lernort. Jeannette Fischer-Kuhn
Gedenkveranstaltung am 22.10.2011 in Mannheim
Am Samstagabend, dem 22.10.2011, luden die Mitglieder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar die beiden Trägerinnen des Abrahampokals, das Ursulinen-Gymnasium in Mannheim und das WHG, zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich der Deportation von Juden in das Lagers Gurs am 22./23. Oktober 1940 ein. Als Ort wurde der gläserne Kubus mitten in der Mannheimer Fußgängerzone gewählt, der über 2400 Namen ermordeter Mannheimer Juden enthält. Stephanie Stein
WHG-Kollegium besucht Synagoge und Synagogengottesdienst in Mannheim 25 Kolleginnen und Kollegen unserer Schule folgten am 04.11.2011 der Einladung der Jüdischen Gemeinde Mannheim, die Synagoge und das jüdische Gemeindezentrum am Rabbiner-Grünewald- Platz im Quadrat F3 zu besichtigen. Andreas Klaes
„Likrat-Begegnung“ mit jüdischen Gästen im Religionsunterricht der 10. Klassen Im Zusammenhahg mit den Aktionen rund um den Abrahampokal waren am 27. Oktober 2011 zwei jüdische Gäste, Frau Susanne Benizri und die 19 jährige Studentin Swetlana zu einer Begegnung mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse eingeladen. In einem interessanten und lebendigen Gespräch konnten 49 katholische und evangelische Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Religionslehrerinnen Lavinia Kuthe und Hedwig Moos erfahren, wie vielfältig das Judentum heute in Deutschland ist und wie es ist, als junge Jüdinnen und Juden in Deutschland zu leben.
Gefördert und ermöglicht werden solche Besuche junger jüdischer Gäste in Schulen durch das Jugend- Dialog- Projekt „Likrat“ („Likrat“ ist ein hebräischer Begriff und heißt „in Begegnung“). Hedwig Moos
„Antijudaismus/Antisemitismus in der deutschen Geschichte“ Reichspogromnacht, 9. November 1938 – ein Datum, welches sich in die Seelen von Millionen von Juden eingebrannt hat. Ein Tag, an dem es in Deutschland zu massiven Ausschreitungen gegen Synagogen, jüdische Geschäfte und jüdische Bürger kam. Der 9. November – ein Tag des Erinnerns, ein Tag des Gedenkens. Unter diesem Motto machte sich der Leistungskurs MSS 11 des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums auf, eine Reise durch die Geschichte der „Judenverfolgung“ bis hin zur Reichspogromnacht 1938 zu unternehmen. Das WHG Ludwigshafen hat es sich zur Aufgabe gemacht, anlässlich des Abrahampokals die christlich-jüdische Zusammenarbeit und Aussöhnung in den Fokus zu stellen und für ein tolerantes und verständnisvolleres Miteinander der Menschen aus unterschiedlichen Religionen und Nationen einzutreten. Den Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 11 wurde verdeutlicht, dass mit der Zerstörung des zweiten Jerusalemer Tempels im Jahre 70 n. Chr. während des Jüdischen Krieges die religiöse Heimat, das religiöse Zentrum des Judentums bis auf die Grundmauern zugrunde gerichtet wurde. Aus diesem Grund musste die jüdische Bevölkerung fliehen und zerstreute sich im Laufe der Jahre, um an neuen Orten in kleinen Stadtvierteln eine neue Existenz aufzubauen (Diaspora). Die klare Abgrenzung gegenüber dem sich stärker herausbildenden Christentum beeinflusste im Mittelalter das Leben der Juden in enormem Maße. Abgestempelt als reiche und wohlhabende „Mörder Gottes“ kam es im Zuge der ersten Kreuzzugswelle zu fürchterlichen Pogromen, auch und v.a. in unmittelbarer Nähe zu Ludwigshafen (Speyer, Worms, Mainz). In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts machte sich – ausgehend von den Vereinigten Staaten von Amerika – eine neue Form der Diskriminierung Andersdenkender/Andersfarbiger breit, der Rassismus. Schnell galten auch die Juden als eine eigene, sich von anderen unterscheidende Rasse, von denen es sich galt abzugrenzen. Zentrum und Zielpunkt der Reihe zum Thema „Judenverfolgung“ war die Reichspogromnacht am 9. November 1938. Aufgrund der Podiumsdiskussion der Ludwigshafener Landtagsabgeordneten Frau Marion Schneid am 9. November am WHG machte sich der MSS Kurs 11 LK auf die Suche nach den Gründen für den zunehmenden Judenhass in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur unter Hitler. Die Juden wurden im Laufe der Geschichte immer wieder verfolgt; den grausamen Höhepunkt der Verfolgung bildete aber sicherlich die Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland. 1/3 aller 18 Millionen Juden auf der Welt waren im Jahre 1945 umgebracht worden. Die Juden selbst gaben der Vernichtung in der NS-Zeit den Namen Shoa (Vernichtung). Um die Stufen nationalsozialistischer Judenverfolgung zu verdeutlichen, wurden den Schülerinnen und Schülern die vier Stationen der Verfolgung näher gebracht.
Der 9. November 1938 – kein zufällig gewähltes Datum, um in der Judenverfolgung eine neue menschenverachtende Stufe zu erreichen. Genau 15 Jahre nach dem (gescheiterten) Putschversuch Hitlers vor der Feldherrnhalle in München wurde der Startschuss für die ersten Pogrome und Deportationen gelegt. Judenverfolgung – in allen Zeiten der Geschichte wurden die Juden aus den unterschiedlichsten Gründen verfolgt und umgebracht (Reichtum, „Gottesmörder“, fremde Rasse). Dieses Datum zeigt uns Menschen heute ganz klar, wie wichtig es ist, den Menschen anderer Nationen und Religionen mit Respekt und Achtung zu begegnen und für ein tolerantes und verständnisvolleres Miteinander einzutreten. Der 9. November 1938 – kein Tag wie jeder andere. Der 9. November 2011 – ein Tag des Gedenkens? Marco Schweighoffer
Gedenkfeier und Diskussion in der Aula des Humboldt-Gymnasiums mit der rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordnete Marion Schneid (CDU) über die Ereignisse und die Lehren aus der Reichspogromnacht am 9. November 1938 Am 9. November 1938 wurden infolge der durch das nationalsozialistische Regime organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben, über 1400 Synagogen und Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört und in der Folge 30000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtages besuchen seit einigen Jahren an diesem Tag rheinland-pfälzische Schulen, um die Erinnerung an diese dunkle Epoche der deutschen Geschichte und Schuld wachzuhalten und vielfältige und lebendige Formen des Gedenkens zu entwickeln.
Auch die Ludwigshafener Abgeordnete Marion Schneid (CDU) ist am 9. November der Einladung des WHG als diesjährige Trägerschule des „Abrahampokals“ gefolgt, um mit etwa 150 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowie den Leistungs- und Grundkursen Geschichte der Oberstufe „vor Ort“ über die damaligen Ereignisse zu diskutieren und zu versuchen, den Blick für – möglicherweise – zukünftige Gefahren zu schärfen. Moderiert wurde die Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums von Angelika Mandzel (MSS 13) und Jan Philipp Krüsemann (MSS 11).
Nach einem kurzen Einführungsreferat von Victoria Pohl und Mickaeli House (LK GE 11) über die historischen Ereignisse von 1938 sowohl auf Reichsebene als auch konkret in Ludwigshafen, hob Frau Schneid hervor, warum es ihr wichtig ist, mit Schülern in den Schulen über die Gräuel der Reichspogromnacht ins Gespräch zu kommen, welche Lehren aus der Vergangenheit für Gegenwart und Zukunft gezogen werden müssen und welche Rolle Projekte wie der Abrahampokal in einer möglichen Erinnerungskultur spielen können. Vielen Schülerinnen und Schülern dürfte durch die Veranstaltung deutlich geworden sein, dass es dringend notwendig ist, sich mit der Vergangenheit intensiv auseinanderzusetzen. Richard von Weizsäcker, der frühere Bundespräsident, hat dies in seiner berühmten Rede zum 8. Mai einmal so ausgedrückt: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, wird anfällig für neue Ansteckungsgefahren.“ A.Klaes Fotos: Felix Flatter
Humboldt-TV-Sendung über den Abrahampokal mit Pfarrerin Christine Dietrich, der Landtagsabgeordneten Marion Schneid, Lavinia Kuthe, Andreas Klaes Auch in der 65. Sendung waren die Aktivitäten des WHG rund um den Abrahampokal zum wiederholten Male Thema von Humboldt-TV. Nachdem der Schule im März (neben dem Ursulinengymnasium Mannheim) der Abraham-Pokal im Heinrich-Pesch-Haus überreicht worden war, galt es kurz nach der Halbzeit ein Fazit der bisherigen Bemühungen zu ziehen und auf die noch ausstehenden geplanten Unternehmungen hinzuweisen. Als Gäste konnten die Schülerinnen und Schüler die externen Gäste Marion Schneid (Stadträtin und rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete) und Christine Dietrich (evangelische Pfarrerin in Ludwigshafen, die sich intensiv um den christlich- jüdischen Dialog bemüht) begrüßen, die die Bedeutung einer christlich-jüdisch-islamischen Verständigung herausstellten und ausdrücklich die Initiativen des WHG als Abrahamschule hervorhoben. Weitere Gäste waren die Lehrkräfte Lavinia Kuthe und Andreas Klaes, die als Religionslehrer an vorderster Front der Aktivitäten stehen. Ein Film über den Besuch des Jüdischen Museums Berlin mit seiner Bildungsinitiative „JMB on tour“ am WHG rundete die ausführliche Diskussion ab. Dr. G.Laubscher
Teilnahme der MSS 11 an der rheinland-pfälzischen Schulkinowoche 2011: „Die Welt, in der wir leben“. Im Rahmen der Aktivitäten als diesjährige „Abrahamschule“ haben über 100 Schülerinnen und Schüler der MSS 11 geschlossen an den rheinland-pfälzischen Schulkinotagen teilgenommen und zu einem reduzierten Eintrittspreis den Film „Mein bester Feind“ besucht. Im pädagogischen Begleitmaterial zu dem Film heißt es: „ ‚Mein bester Feind‘ ist eine schwarze Komödie von Wolfgang Murnberger, die nach einer Buchvorlage von Paul Hengge entstand: der Holocaust aus österreichischer Perspektive, das Lachen über den Tod, versehen mit einer ureigenen Mischung aus Wiener Charme und Morbidität. Die bekannte Frage, ob man den Holocaust und die Schreckensherrschaft der Nazis mit den Stilmitteln der Komödie inszenieren darf, ohne beides zu verharmlosen, stellt sich auch hier – und ist eigentlich längst beantwortet. Denn „Mein bester Feind“ steht ganz in der Tradition von Filmen wie „Der große Diktator“ (Charlie Chaplin), „Sein oder Nichtsein“ (Ernst Lubitsch), „Das Leben ist schön“ (Roberto Benigni) oder auch „Mein Führer“ (Dani Levy). Mit den subversiven Mitteln der Komödie, die einer authentischen Realität bedarf, aber darüber hinausgehen, verdichten, überspitzen und übertreiben kann, lässt sich die damalige Zeit vielleicht sogar besser begreifen. So regt der Film mit seinem schwarzen Humor auf unterhaltsame Weise zum Nachdenken an, statt möglicherweise Ablehnung eines scheinbar längst bekannten Themas hervorzurufen.“ (Filmpädagogisches Begleitmaterial „Mein bester Feind“ © Neue Visionen Filmverleih 2011). Im Deutschunterricht wurden die Themen des Films von Frau Konrad, Frau Schreiber, Frau Kuthe und Herrn Kupfer vor- bzw. nachbereitet, sodass der Film bei Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften sehr positiv aufgenommen wurde. A.Klaes
Frühschichten im Advent
Foto: Felix Flatter Bereits zum 13. Mal finden in diesem Jahr die traditionellen Frühschichten im Advent am WHG statt. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wollen sich gemeinsam in der ansonsten doch oft recht hektischen Adventszeit mit Liedern, Gebeten und Meditationen auf Weihnachten vorbereiten. Andreas Klaes
I. Frühschicht am 29.11.2011, 07:00 Uhr Die Symbolik von Licht ist in den verschiedensten Formen zu erleben. Wir begegnen ihr in allen Kulturstufen, bei allen Völkern, in allen Religionen. Licht ist gleichzusetzen mit der Quelle des Lebens. Es bedeutet Orientierung und Wärme. Marco Schweighoffer
II. Frühschicht am 06.12.2011, 07:00 Uhr Die Adventszeit kündigt die Ankunft Jesu Christi in die Welt an. Er ist es, der den Frieden in die Welt bringen soll. Neben Jesus Christus gab es aber auch noch andere, die sich für die Nächstenliebe und den Frieden auf der Welt einsetzten, beispielsweise Nikolaus von Myra. Da die zweite Frühschicht genau auf den 6.12. fiel, bot es sich an, thematisch auf den historischen Nikolaus einzugehen. Gemeinsam machten wir uns bewusst, wie wichtig es ist, sich für andere einzusetzen und Menschen in Not zu helfen. So wie Nikolaus den Armen, Bettlern, Straßen- und Waisenkindern geholfen hat, wollten auch wir uns darauf besinnen, welche guten Taten wir uns gerade im Advent vornehmen wollten. Dazu gab es die Gelegenheit, auf einen ausgeschnittenen Stiefel zu schreiben und diesen, vorgelesen oder still, in die Mitte um den Adventskranz zu legen. So eine gute Tat kann im Besuch einer alten Freundin oder eines Menschen bestehen, von dem wir wissen, dass er einsam und allein ist. Dabei wissen wir, dass trotz vieler kleiner Schritte von uns noch viele Wünsche offen bleiben auf dem Weg in das ersehnte, gelobte Land, in dem für alle Menschen Milch und Honig fließt, in dem Frieden und Gerechtigkeit blühen. Aber mit jedem Schritt kommen wir dem gelobten Land ein kleines bisschen näher, und auf das Aufbrechen und sich bewegen lassen kommt es immer wieder an. Aufbrechen im Vertrauen auf den Gott, auf dessen Verheißung hin damals schon Abraham aufgebrochen ist. Der Verheißung folgend, dass Gott ihn zu einem großen Volk machen würde, zahlreich wie die Sterne. So dürfen auch wir in diesem Advent unsere kleinen Schritte tun, um die Welt um uns herum zu einem besseren Ort zu machen, im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns ist, ja mitten unter uns, seitdem er Menschen geworden ist in Jesus von Nazareth und schicken unsere Wünsche für die Menschen, die uns nahe sind und für uns selbst wie Sterne in den Himmel. R.Burgdörfer, A.B.Rößger
III. Frühschicht am 13.12.2011, 07:00 Uhr Die dritte und letzte Frühschicht war etwas ganz Besonderes. Unter dem Motto „Abraham – Stammvater der Religionen“ wurde die erste interreligiöse Frühschicht zusammen mit den muslimischen Schülern unter Leitung von Herrn Kutun gestaltet. Kernstück der Frühschicht bildete ein von christlichen und muslimischen Schülern vorgetragenes Rollenspiel, welches durch meditative Musikstücke sowie christlichen und muslimischen Gebeten umrahmt wurde. Doch welche Gemeinsamkeiten verbinden Christen und Muslime ausgerechnet im Advent? Die christlichen und muslimischen Schüler klärten auf, indem sie die Erzählung von der Prüfung Abrahams bzw. Ibrahims aus der Sicht ihrer Religion wiedergaben. So staunten die christlichen Schüler nicht schlecht, als die muslimischen Schüler erzählten, dass nach dem Koran nicht Isaak, der gemeinsame Sohn von Abraham und Sarah, sondern Ismael bzw. Ismail, der erstgeborene Sohn Abrahams, geopfert werden sollte. Dies liegt auch daran, dass die Muslime daran glauben, das Muhammed, der letzte und höchste Prophet der Muslime, ein Nachkomme Ismails ist. Für den Islam ist diese Erzählung, in der das besonders starke Vertrauen Ibrahims zu Allah verdeutlicht wird, von so großer Bedeutung, dass sie ein eigenes Fest, das Opferfest, feiern. In diesem Jahr ging das Opferfest vom 06.-09. November und gerade in dem Ablauf des Opferfestes erkannten die christlichen Schüler Gemeinsamkeiten zu dem Weihnachtsfest. So wie die Muslime ein Festmahl zubereiten, ihre Verwandten besuchen und an die Armen spenden, gibt es viele Gemeinsamkeiten beim Ablauf des Weihnachtsfestes. In einer gemeinsamen Aktion beschrieben die Schüler Hände mit Wünschen für den jeweiligen Andersgläubigen und die Schüler verbanden symbolisch die Religionen miteinander. Ein gelungener, gemeinsamer Abschluss der letzten Frühschicht im Advent! Stephanie Stein
Gemeinsamer Besuch und Teilnahme an einer Führung in der Yavuz Sultan Moschee in Mannheim durch katholische und islamische Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen Insgesamt 40 islamische und katholische Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam im Rahmen der Aktivitäten des Abrahampokals die Yavuz Sultan Moschee in Mannheim besucht und an einer Führung teilgenommen. Der Besuch war im jeweiligen konfessionellen Religionsunterricht von Herrn Kutun und Herrn Klaes bzw. Herrn Schweighoffer inhaltlich vorbereitet worden, so dass die Erläuterungen über die Grundlagen des Islam sowie Aufbau und Ausstattung einer Moschee während der Führung bei den Schülerinnen und Schülern auf lebhaftes Interesse stieß. Seitens der Moscheegemeinde war man sehr darum bemüht, immer wieder die gemeinsamen Wurzeln und Parallelen der drei abrahamitischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) herauszustellen, die ja alle demselben geographischen Raum entstammen und z.B. viele religiöse Persönlichkeiten gemeinsam verehren. Um möglichen Vorurteilen vorzubeugen, ist fundiertes religiöses Wissen über die jeweils andere Religion zentral. Nur so kann ein interreligiöser Dialog gelingen. Geplant ist daher, diesen Dialog durch den gemeinsamen Besuch der katholischen Kirche „Maria Königin“ in Edigheim sowie der Synagoge in Worms fortzusetzen. A.Kutun/A.Klaes/M.Schweighoffer
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